der Mai hat uns in Schwülper wieder gezeigt, wie lebendig unser Gemeindeleben ist. Überall wurde gemeinsam gefeiert, gelacht und Zeit miteinander verbracht – genau diese Momente machen unsere Orte so besonders.
Ein besonderes Highlight war das Frühlingsfest in Groß Schwülper, organisiert vom Schützenverein Groß Schwülper. Viele engagierte Helferinnen und Helfer haben mit viel Herzblut dafür gesorgt, dass Jung und Alt schöne Stunden miteinander verbringen konnten. Herzlichen Glückwunsch dem neuen Königshaus in Groß Schwülper mit:
Schützenkönig Kevin Papendorf, Schützenkönigin Daniela Gierth, Volkskönig Sven Brüggemann, Juniorenkönigin Thea Gierth, Jugendkönig Sinan Ahrens und Kinderkönig Emil Kleemann. Siehe Bild von links.
Und eigentlich erkennt man ein gutes Schützenfest nicht daran, wie lange gefeiert wird – sondern daran, dass man am nächsten Morgen trotzdem wieder gemeinsam am Tisch sitzt. Genau das ist das Schönste daran. Und mal ehrlich: Wo sonst sitzen Menschen aus drei Generationen morgens zusammen, erzählen dieselben Geschichten zum zehnten Mal – und alle lachen trotzdem wieder darüber? Ich spreche vom Katerfrühstück!
Denn zwischen Musik, Festumzug und guter Stimmung passiert etwas, das man nicht planen kann: Menschen kommen ins Gespräch, lachen zusammen und merken wieder, wie gut Gemeinschaft eigentlich tut.
Mein herzlicher Dank gilt allen Vereinen, Ehrenamtlichen und Organisatoren, die mit ihrem Einsatz dafür sorgen, dass unsere Gemeinschaft lebendig bleibt. Vielen Dank auch für das „Aufräumen“ am Morgen nach den Feierlichkeiten. Ganz besonders stolz macht mich auch unser Gemeindemitarbeiter Alex Thoretz, der ohne zu zögern am Samstagvormittag tatkräftig anpackte, um die umliegenden Straßen, Gärten, Spielplätze und Schulhöfe, die gelinde gesagt unschön aussahen, wieder herzurichten. Damit ist zu rechnen, macht für die Organisatoren aber nicht wirklich Spaß. Ganz zu schweigen von der Verantwortung die auf den Schultern lasten.
Auch in Walle wurde das Miteinander wieder besonders sichtbar. Der Angelsportverein lud anlässlich der Gründungsgespräche vor 70 Jahren zu einem geselligen Beisammensein ein. Bei schönstem Wetter wurde zunächst draußen gemeinsam gegrillt, bevor später in das liebevoll gestaltete Vereinsheim unter der Alten Schule umgezogen wurde.
Besonders eindrucksvoll war die Rede des Vorsitzenden des Angelsportvereins Herbert Thies, der die Geschichte des Vereins ebenso emotional wie beeindruckend Revue passieren ließ. Dabei wurde deutlich, wie viel ehrenamtliches Engagement, Gemeinschaftssinn und persönliche Verbundenheit diesen Verein seit Jahrzehnten prägen.
Auch aus der Verwaltung gibt es erfreuliche Nachrichten: Unsere Verwaltungsleitung Frau Cosima Francois hat erfolgreich eine Fortbildung zur Mediatorin abgeschlossen und anschließend zusätzlich die Ausbildung zur Psychologischen Ersthelferin absolviert. Damit verfügt die Gemeinde nicht nur über zusätzliche fachliche Kompetenz, sondern auch über wertvolle Unterstützung in schwierigen Situationen. Als ausgebildete Ersthelferin darf und muss sie im öffentlichen Raum bei Unfällen Hilfe leisten.
Aus dem Jugendhaus freuen wir uns ebenfalls Positives berichten zu können: Seit dem 1. Juni 2026 hat das Jugendhaus wieder geöffnet. Mit Frau Lea Köhler konnten wir eine engagierte neue Mitarbeiterin gewinnen, die frische Ideen und viel Motivation mitbringt. Wir freuen uns sehr auf die kommende Zeit und wünschen ihr einen guten Start.
Ein weiteres wichtiges Thema betrifft die Infrastruktur in unserer Gemeinde: Die Sanierung des ersten Straßenabschnitts „Waller See“ wird Mitte Juni beginnen. Derzeit finden bereits die Bauanlaufgespräche statt. Selbstverständlich werden alle dort ansässigen Firmen frühzeitig über den Ablauf der Baustelle sowie die damit verbundenen Einschränkungen informiert.
Sehr positiv angenommen wurde außerdem die Aktion „Rauf aufs Rad“, die von den Klimapaten initiiert und mit Unterstützung der Polizei durchgeführt wurde. Viele Bürgerinnen und Bürger nutzten die Gelegenheit, ihre Fahrräder polizeilich registrieren zu lassen. Dadurch können gestohlene Fahrräder im Ernstfall deutlich leichter zugeordnet und wiedergefunden werden.
Es freut mich sehr zu sehen, wie engagiert, lebendig und gemeinschaftlich unsere Gemeinde in vielen Bereichen unterwegs ist. Ob in Vereinen, in der Verwaltung, in der Jugendarbeit oder bei gemeinsamen Aktionen – überall zeigt sich, wie stark unser Zusammenhalt in Schwülper ist.
Ein weiteres wichtiges Anliegen betrifft den Schutz unseres gemeinsamen Ortsbildes und unserer Natur. In diesem Zusammenhang möchten wir erneut auf die geltende Baumschutzsatzung der Gemeinde Schwülper hinweisen.
Leider mussten in den vergangenen Monaten vermehrt Sanktionen ausgesprochen werden, weil gravierende Rückschnitte oder Fällungen ohne vorherige Abstimmung vorgenommen wurden. Viele dieser Fälle hätten vermieden werden können, wenn frühzeitig das zuständige Gremium eingebunden worden wäre.
Wir bitten deshalb alle Bürgerinnen und Bürger darum, geplante größere Schnittmaßnahmen oder Baumfällungen rechtzeitig prüfen und abstimmen zu lassen. Die Satzung dient nicht dazu, Bürgerinnen und Bürger unnötig einzuschränken, sondern soll helfen, den wertvollen Baumbestand in unserer Gemeinde langfristig zu erhalten und gleichzeitig Rechtssicherheit für alle Beteiligten zu schaffen.
Bitte informieren Sie sich daher frühzeitig bei der Gemeindeverwaltung, ob für geplante Maßnahmen eine Genehmigung erforderlich ist. Gemeinsam lassen sich viele Missverständnisse und unnötige Kosten vermeiden.
Unser gemeinsames Ziel sollte es sein, die natürliche und lebenswerte Umgebung unserer Gemeinde auch für kommende Generationen zu bewahren.
Herzliche Grüße
Ihre Bürgermeisterin
Brigitte Brinkmann